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122 FORT- UND WEITERBILDUNG
• Klartext für die Kindertagesstätte – Lesefreundlichkeit Inhalte / Ziel
und wirkungsvolle Zielgruppenansprache Einführung in das Thema Pflege und Gesundheitswesen im Natio-
• Die mobile Galerie – schnell inszenierte Präsentationen nalsozialismus, Sensibilisierung für berufsethische Fragestellungen
in der Kindertagesstätte und die Tatsache, dass es Verstrickungen der Heil- und Pflegeberufe
• Ideen für Events – erlebnisstarke Veranstaltungen in das nationalsozialistische Unrechtssystem gegeben hat, Aufzeigen
in der Kindertagesstätte inszenieren von Bezügen zur heutigen Situation, Vorstellung teils in sich wider-
• Veranstaltungen organisieren mit System – Projekte in der sprüchlicher Einzelschicksale und Möglichkeiten, daraus zu lernen.
Kindertagesstätte in den Griff bekommen
• Teamentwicklung und Prozessbegleitung Dauer
• Fallsupervision ca. 8 UE / Schulstunden (à 45 min) an einem Tag plus Pause
• Einzel-/Team-Supervision/Coaching Zielgruppe
• Integrationskinder – was will die Einrichtung leisten? Kursstärke (20 bis 30 Schüler/-innen) aus den Ausbildungsberufen
• Was ist nur los mit dir? – Verhaltensauffälligkeiten verstehen Gesundheits- und Krankenpflege, Gesundheits- und Kinderkranken-
durch Entwicklungspsychologie pflege, Krankenpflegehilfe
• Werte sind Zukunft – verantwortungsvoll und werteorientiert
handeln Kosten
• Themenelternabende im Kindergarten „lebendiger“ gestalten Fahrtkosten und Verwaltungspauschale, nach Vereinbarung
• Mediation und soziale Frühförderung im Kindergarten Anmeldung
• Sprachreich – logopädisch orientierte Sprachförderung im Alltag Rückfragen und Terminanfrage unter Angabe der Gruppengröße per
Detaillierte Inhaltsbeschreibungen zu den einzelnen Angeboten finden E-Mail an
Sie unter www.bildungspartner-mk.de.
Alexander Wicker
alexander.wicker@bildungspartner-mk.de, telefonisch unter
Schulangebote 06051-91679-12 oder als Fax an 06051-91679-10
Auskunft: 06051-91679-14 oder -12
Angebot für Schulen
Projekttag Zwangsarbeit im Nationalsozialismus
Projektmöglichkeiten für Krankenpflegeschulen Die BiP-vhs bietet zusammen mit dem Landesverband Hessen im
Seminartag Geschichte (in) der Pflege Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. und in Kooperation mit
Pflegeberufe im „Dritten Reich“ der Frankfurter Claudy-Stiftung für Schulen im Main-Kinzig-Kreis ein
neues Projektmodul an.
Die Bildungspartner Main-Kinzig bieten gemeinsam mit dem Lan- Das Modul umfasst Zeitzeugenberichte, die in einem Film über das
desverband Hessen im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge KZ Katzbach / Adlerwerke gezeigt werden. Der Vorführung des Films
e. V. ein neues Projektmodul für Krankenpflegeschulen in ganz werden der Besuch der Gräber von Zwangsarbeitern /-innen bzw.
Hessen an. die Arbeit mit einer Lernstation im Bildungshaus sowie dem Thema
Zwangsarbeit im Nationalsozialismus allgemein anhand von bildlichen
Auszubildende in Heil- und Pflegeberufen kommen während ihrer und textlichen Quellen vorangestellt. Hierdurch soll in das Thema
schulischen Ausbildung auch mit geschichtlichen Fragestellungen eingeführt und vor allem der lokale Bezug zum Thema hergestellt
in Berührung, die das eigene Berufsverständnis herausfordern. werden. Dies wird in einem abschließenden Gespräch mit Diskussion
Während des „Dritten Reiches“ waren diese Berufe häufig korrum- wieder aufgegriffen.
piert, Organisationen gleichgeschaltet und /oder später auch der
Kriegslogik unterworfen. In einem bereits mehrfach erfolgreich Ebenfalls gestreift wird dabei ein noch wenig bekanntes Stück
erprobten Modul, das wir gerne an Ihrer Schule mit zwei erfah- Regionalgeschichte: Im September 1944 war in den Frankfurter
renen Kursleitern gestalten, lernen die Auszubildenden verschie- Adlerwerken unter dem Decknamen „Katzbach“ ein Außenlager des
dene Aspekte der Krankenpflege während dieser Zeit anhand von KZ Natzweiler-Struthof im Elsass eingerichtet worden. Im März 1945
Originalquellen und Einzelschicksalen kennen und erschließen sich wurden die entkräfteten Häftlinge zu Fuß in Richtung Buchenwald ge-
unter angeleiteter Gruppenarbeit jeweils individuelle und institutio- trieben. Der 120 Kilometer lange Todesmarsch verlief quer durch den
nelle Ebenen der Teilbereiche Sanitätswesen, Krankenpflege i. e. S. Main-Kinzig-Kreis: Der Weg führte über Langenselbold, Gelnhausen,
sowie „Euthanasie“. Dabei werden immer auch Bezüge zur heutigen Wächtersbach und Schlüchtern bis nach Hünfeld bei Fulda. Einige der
Situation verdeutlicht, darunter z. B. der Vergleich mit heute im Menschen, die unterwegs starben oder umgebracht wurden, sind im
Kriegseinsatz stehenden Pflegern/-innen. Der Seminartag umfasst Main-Kinzig-Kreis bestattet. Doch ihre Gräber sind oft vergessen und
teils unveröffentlichte Zeitzeugenberichte, schriftliche Originalquel- verraten nichts von dem Schicksal, das die Toten zu Lebzeiten erleiden
Fort- und Weiterbildung regionalgeschichtlicher Forschung aus dem Main-Kinzig-Kreis, die Schule oder im Bildungshaus Main-Kinzig stattfinden kann: Rückfra-
mussten.
len (Fachartikel, Gesetzes- und Verordnungstexte) und Ergebnisse
Wenn Sie Interesse an dem Projekttag haben, der bei Ihnen in der
stellvertretend für viele Einzelschicksale stehen, welche sich überall
gen und Terminanfrage unter Angabe der Gruppengröße per E-Mail an
in Hessen und Deutschland zugetragen haben.
Alexander Wicker
© Bildungspartner Main-Kinzig alexander.wicker@bildungspartner-mk.de, telefonisch unter
06051-91679-12 oder als Fax an 06051-91679-10
© Bildungspartner Main-Kinzig

