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                                                   © gemeinfrei– wikimedia.org  © CC BY-SA 4.0 – יהודית עלאיוף – wikimedia.org  © CC BY-SA 4.0 – Milica Buha – wikimedia.org © CC BY-SA 4.0 – Milica Buha – wikimedia.org












        THEMENSCHWERPUNKT – studium generale                                 © CC BY-SA 4.0 –
        Lebensabend und Alter





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        Die Volkshochschule der BiP präsentiert Ihnen im zweiten   Die Idee eines „Lebensabends“, wenn man ihn als Freizeit
        Halbjahr zum achtzehnten Mal einen universitären Vortrags-  versteht, ist ohnehin ja erst denkbar, seit es eine Verrentung
        zyklus, der über ein ganzes Halbjahr ein bestimmtes The-  und staatliche Versorgung älterer Bürger*innen gibt. Vorher
        ma beleuchtet, welches sich wie ein roter Faden durch die   arbeiteten die Menschen entweder bis zu ihrem (früheren)
        Menschheitsgeschichte zieht. Unsere Referenten sind zum   Tod oder wurden familiär versorgt, auch wenn bereits das
        einen absolute Fachleute auf ihrem Gebiet, forschen ständig   Mittelalter in Zünften und Gilden vereinzelt Einrichtungen der

        zu den Themen, die sie Ihnen präsentieren, kommen zum   Selbsthilfe kannte. Die Verpflichtung, individuell für die „ei-
        anderen aber auch überwiegend aus der Region. So können sie   genen“ Alten zu sorgen, wurde per Gesellschaftsvertrag auf
        neueste Forschungsergebnisse mit lokalem Bezug verbinden   uns alle übertragen. Das System erlangte 1889 Gesetzeskraft

        – wo dies möglich und sinnvoll ist. In unserer Region finden   und wurde 1891 als letzter Teil der Sozialreformen Bismarcks
        sich viele Spuren aus den Jahrtausenden menschlicher Be-  eingeführt.
        siedlung, und wir wollen Ihnen all das zeigen.
                                                               Wie hat sich die Situation der Menschen im Alter über die Zeit
        Die konkreten Vorträge des sg waren bei Redaktionsschluss   entwickelt? Dazu zählt die wirtschaftliche Situation, aber auch
        noch in Arbeit, im Spätsommer präsentieren wir Ihnen dann   die gesellschaftliche Anerkennung. Welche Auswirkungen hat
        das komplette Programm – wie immer mit einem Subskripti-  es zum Beispiel auf politische Entscheidungen, wenn ältere
        onspreis für Abonnent*innen der gesamten Reihe. Wenn Sie   Menschen gesellschaftlich in der Mehrheit sind und zusätzlich
        Interesse haben, schreiben Sie uns gerne, dann informieren   am zuverlässigsten zur Wahl gehen – in der Wählerschaft also
        wir Sie automatisch bei Veröffentlichung der Termine und   überrepräsentiert sind? Wie steht es um den Gesellschafts-
        Themen.                                                vertrag? Sind alle Parteien noch „an Bord“? Wie bringen wir
                                                               die Generationen wieder miteinander ins Gespräch? Hat das
        Der Lebensabend liegt heute für viele Menschen im globalen   früher besser geklappt? Oder bedingen die Prozesse der
        Norden erheblich später als noch vor 50 oder 100 Jahren.   Ablösung von „den Alten“ gewisse unumgängliche Generati-
        Das hängt in erster Linie mit der rasant gestiegenen Le-  onskonflikte? Wie hat sich auch die Darstellung von Alter in

        benserwartung zusammen. Wurden die 1910 in Deutschland   der Kunst entwickelt? Und wie gehen wir mit überwiegend
        geborenen Männer lediglich gut 47 Jahre alt (was natürlich   im Alter auftretenden Krankheiten wie Demenz um? Lassen
        auch mit dem Zweiten Weltkrieg zusammenhing), lag ihre Le-  wir solche Fragestellungen in der Familie oder gibt es auch
        benserwartung 2016 statistisch bei knapp 79 Jahren. Das hat   gesellschaftliche Antworten darauf. Wie wurde früher mit
        Auswirkungen auf Ausbildungsdauer, Lebensarbeitszeit, Ren-  solcherlei Situationen umgegangen? So viele Aspekte und
        teneintritt, Rentensystem. Aber auch sozialpsychologische   Fragen rund um ein umfassendes Thema, das wir im neuen
        Effekte können konstatiert werden. Wenn ein Lebensverlauf   sg-Semester beleuchten wollen.
        50 Jahre umfasst, liegen die bestimmenden Daten früher:

        Man wird ganz zwangsläufig früher „erwachsen“ und hat
        entsprechende Erwartungen zu erfüllen. Heute greifen diese
        gesellschaftlichen Zwänge erst später. Zusammen mit der von
        der zweiten Frauenbewegung erstrittenen Emanzipation, die
        Frauen die Möglichkeit gegeben hat, sozial besser abgesichert
    Spezial  zu sein, sorgen Akademisierung und damit verbunden längere
        Ausbildungszeiten zum Beispiel für spätere Eheschließungen.
        Lag das durchschnittliche Heiratsalter einer ledigen Frau in
        Deutschland 1970 noch bei 23 Jahren, liegt es heute bei gut 32   Ihr Ansprechpartner
        Jahren. Und das ist in Zeiten insgesamt seltenerer Eheschlie-  Alexander Wicker
        ßungen natürlich nur ein Indikator. Aussagen wie: „50 ist das   alexander.wicker@bildungspartner-mk.de
        neue 30!“ werden so etwas greifbarer.                  06051-91679-12
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