Page 90 - vhs_GN_Programmheft_2022_2_Halbjahr.indd
P. 90
90
90 GESELLSCHAFT
EINE TEILNEHMERMEINUNG Wien zwischen Tradition und Moderne
Vortrag und Diskussion
Die Spessartreihe mit Dr. Himmelsbach ist ein echter Gewinn. Wie es bei so vielen Städten in Europa und im Mittelmeerraum der
Fall war, gehen auch die Ursprünge Wiens auf ein befestigtes Militär-
Und online schaffe ich es auch, rechtzeitig, vor dem Bildschirm lager der alten Römer zurück. Und in der Umgebung eines solches
zu sitzen. Lagers entstand allmählich eine Zivilstadt. Doch herausragende Be-
deutung gewann Wien erst, nachdem die Habsburger diese Stadt zu
Eine Teilnehmerin an der Onlinevortragsreihe Spessart ihrer Residenz erkoren hatten und viele Habsburger Herrscher auch
die Königs- und Kaiserwürde erringen konnten. Der Schwerpunkt des
reich bebilderten Vortrags liegt auf der Entwicklung der Stadt im 18.,
19. und 20. Jahrhundert. Inhaltlich spielen in diesem Vortrag jedoch
nicht nur die tiefgreifenden Veränderungen im Stadtbild dieser Jahr-
Geschichte/Zeitgeschichte/ hunderte eine Rolle, sondern auch politische, soziale und kulturelle
Aspekte.
Demokratiearbeit
Auskunft 06051-91679-14 oder -12 Friedbert Huhle
15.11. 1-mal Di. 19:00-21:15 3 UE 1014013 12,00 €
Die Geschichte der Stadt Rom Schlüchtern, Kinzig-Schule, In den Sauren Wiesen 17
Vortrag und Diskussion in zwei Teilen
Die Stadt Rom blickt auf eine fast dreitausendjährige Geschichte Online-Vortragsreihe Online
zurück. Und die staatliche Organisation, die antik-römische Kultur, die
lateinische Sprache oder zahlreiche Rechtsgrundsätze übten auf die Spessart – Geschichte einer Kulturlandschaft
Spes
sart – Geschicht
e einer Kulturlandschaft
westeuropäischen Gesellschaften über Jahrhunderte großen Einfluss
aus. Im Grunde hat sich daran bis heute wenig geändert. Fasziniert
blicken wir auf die Epoche von Cäsar und Augustus oder bewundern die
erstaunlichen Fähigkeiten römischer Handwerker und Baumeister. – Im
ersten Teil des reich bebilderten Vortrags wird die Geschichte der Stadt
von den Anfängen bis zum Ende des weströmischen Reichs im
5. Jahrhundert n. Chr. nachgezeichnet. In zahlreichen Kriegen und © Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburga
innenpolitischen Konflikten entwickelten sich sowohl die Stadt als auch
das römische Imperium kontinuierlich weiter, bis die Organisations-
form eines „Stadtstaates“ der Herrschaft über das riesige Reich nicht
mehr gewachsen war.
Schwerpunkt des zweiten Teils ist die Entwicklung Roms von der
Gesellschaft eher zurück- als weiterentwickelte und nur noch wenige Menschen dort
Renaissance bis zur Gegenwart. Nachdem sich die Stadt im Mittelalter
wohnten, nahm Rom ab dem 15. Jahrhundert unter der Führung des
Vatikans und der römischen Adelsfamilien einen neuen Aufschwung.
Große Bauprojekte veränderten das Bild der Stadt. Im 19. Jahrhundert
führten jahrzehntelange Kämpfe um die Einigung Italiens zum Ende Haselbach- und Faulbachtal: Der Sagen-Spessart
des Kirchenstaats und anderer mächtiger Territorialstaaten. Rom wur-
de Hauptstadt des Königreichs Italien und nach dem Zweiten Weltkrieg In der Begeisterung für die deutsche Vergangenheit (oder was
schließlich Hauptstadt der „Repubblica Italiana“. man dafür hielt) begann man im 19. Jahrhundert, alte Geschich-
ten aus den Spessartdörfern zu sammeln. Sie wurden dann als
Friedbert Huhle „Spessartsagen“ veröffentlicht und waren wesentlich bekannter
29.11.-06.12. 2-mal Di. 19:00-21:15 6 UE 1014011 18,00 € und beliebter als die reale und zu dieser Zeit von Armut geprägte
Geschichte des Spessarts. Im Südosten des Mittelgebirges finden
Schlüchtern, Kinzig-Schule, In den Sauren Wiesen 17 sich einige besonders schöne Legenden wie die vom Maßkannen-
stein bei Neuenbuch oder die berühmte Figur des Erzwilderers
Johann Adam Hasenstab, dessen Kreuz im Kropfbachtal steht. Wil-
© CC BY-SA 3.0 – Kleuske in der Wikipedia auf Niederländisch – wikimedia.org und Müller dürfen bei den Spessartsagen natürlich nicht fehlen.
derer gab es auch im oberen Faulbachtal um Altenbuch. Mühlen
Dr. Gerrit Himmelsbach
1020248d
1-mal Mo. 18:00-19:30
10,00 €
19.09.
2 UE
Online
Elsavatal – von Burg zu Burg
Im Elsavatal gibt es wesentlich mehr Burgen als in anderen Tälern.
Liegt das an der Nähe zum Main oder an für den Burgenbau
günstigen Plätzen? Schloss Mespelbrunn ist ohne Zweifel das
bekannteste Schloss, das es bis auf eine Briefmarke gebracht hat.
Zu verdanken ist dies einem Film, den die Jüngeren schon nicht
mehr kennen. In der Nähe thront über dem Bach die Wallfahrtskir-
che Hessenthal mit Kunstschätzen der Spätgotik. Mit Himmelthal
finden wir hier auch ein ehemaliges Kloster, dessen sehenswerte
Kirche zu besichtigen ist. Nicht weit davon wird in Rück sogar Wein
angebaut. Drei Eisenhämmer auf engstem Raum an Elsava und
Dammbach entwickelten sich später zu einer Kuranstalt, einem
Holzschnitzzentrum und einem von einer Mauer umgebenen
Weiler.

